Wie heißt denn die Kleine?
06. Juli 2009

Ein süßes Mädchen im rosa Sommerkleidchen, mit weißen Sandaletten und blonden, lustig wippenden Zöpfen geht artig neben der Mutter her durch den Supermarkt und plappert dabei fröhlich vor sich hin.
Die ältere Kundin in Backzutatenregal kann nicht anders, sie muss die obligatorische Frage stellen nach dem Namen des Kindes. Lena-Sophie heißt das Mädchen, und als die Mutter das sagt, beginnt eine Diskussion über Vornamen für Mädchen.
Zu früheren Zeiten war die Auswahl an Namen, die den Eltern zur Verfügung stand, wesentlich eingeschränkter als heute.
Deswegen besteht heute auch ein gewisser Generationenkonflikt, wenn es um die Namensvergabe für den angekündigten Familienzuwachs geht.
Nicht immer kann sich das Pärchen der ermahnenden Worte erwehren, doch einen guten, deutschen Namen auszuwählen, statt eines Französischen.
Manche Vorschläge der baldigen Eltern lassen die ältere Generation gar die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Sicher muss es nicht eine “Lourdes” oder ein “Prince” sein, doch sollte man sich nicht breitschlagen lassen, in der Entscheidung, wie man sein Baby nennen soll.
Der Verantwortung, die man dabei für das ganze Leben des Kindes übernimmt – es muss ja schließlich mit seinem Namen zufrieden sein – sollte man sich aber trotz allem bewusst sein. So kann man, wenn der Nachwuchs einmal fragt, warum er heißt, wie er heißt, guten Gewissens begründen, wie der Name ausgewählt wurde.

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